Themabewertung:
  • 0 Bewertung(en) - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
[Info]  Zander
#1
Der Zander 'Sander lucioperca' gehört zur Familie der 'Percidae', der Echten Barsche, und ist der größte Barschartige in Europa.
Er ist ein Süßwasserbewohner, aber auch im Brackwasser der Ostsee vorkommend. Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich über Mittel-, Nord- und Osteuropa bis zum Uralgebiet. Dort bevorzugt er trübe Gewässer, still sowie fließend, mit festem Untergrund.

Der Raubfisch besitzt einen langgestreckten Körper, wobei der grünlich-bräunliche Rücken etwas gewölbter ist, als der weißlich gefärbte Bauch. Jüngere Exemplare besitzen zudem 8-10 dunkle Querbänder an den Flanken, welche mit fortschreitendem Alter verblassen. Der Kopf läuft spitz zu und ist auf der Stirnseite abgeflacht. Das endständige Maul, welches bis hinter die Augen reicht, fällt vor Allem durch auffällige Fangzähne (auch Hundszähne genannt) auf. Ein weiteres, für Barschartige typisches, Merkmal des Zanders ist seine geteilte Rückenflosse. Bei den etwa gleich großen Flossenteilen besitzt der vordere Teil nur Hartstrahlen, während der hintere hauptsächlich Weichstrahlen hat. Durchschnittlich wird der Zander 40 bis 70cm lang, selten bis 120cm, wenn die Lebensbedingungen es erlauben.

Die Laichzeit des Zanders erstreckt sich vom April bis Juni, dann werden im noch kühlen Wasser (bis 15°C) an hartgründigen Uferstellen (1-3m tief) Laichgruben gebaut. Das Gelege wird vom Milchner beschützt bis die Larven nach etwa einer Woche schlüpfen, ihren Dottersack aufzehren und beginnen Zooplankton zu fressen. Bereits einige Monate später wird die Brut anderer Fischarten gegriffen. Später weitet sich das Beutespektrum auf kleine Beutefische, selten größer als 10cm, wie Ukelei, Stinte, Rotaugen oder Barsche aus. Artgenossen gehören ebenfalls zum Beutespektrum.
Seine Beute sucht der Zander, als Einzelgänger oder manchmal in kleinen Gruppen, in der Freiwasserzone großer Seen und Flüsse wo er über hartem, sandigem Grund an markanten Bodenformationen lauert. Flache und pflanzenreiche Stellen besucht der Räuber selten. Uferbereiche und die oberen Wasserzonen sucht der lichtscheue Zander eher während der Dämmerung und Nacht auf. Bevorzugt werden trübe Gewässer, wo der Zander seine exzellente Sehfähigkeit und sein Gehör ausspielt. Diese Fähigkeiten erlauben ihm als dämmerungs- und nachtaktiven Fisch zu jagen, welcher sich tagsüber in tiefere Wasserzonen zurückzieht.

Angeln auf Zander:
Um nicht jede der sehr vielen Angelmethoden einzeln beschreiben zu müssen, mit welchen man Zander angeln kann, wird hier nur auf die Grundzüge eingegangen, die sich durch die Biologie des Zanders ergeben. Über die einzelnen Methoden informiere man sich bitte an anderen Stellen selbst.

Da der Zander ein lichtscheuer Räuber ist, wirft man seine Köder am besten in der Dämmerung, Nachts oder an bewölkten Tagen aus. Hat man nur an einem sonnigen Tag Zeit zum Angeln, sollte man trübes Wasser suchen und in diesem die tiefen Schichten beangeln.
Wie oben beschrieben ist der Zander bevorzugt ein bodennaher Lauerjäger, also bietet man ihm am besten den Köder ebenfalls bodennah an. Hierfür bieten sich unter anderem das Jiggen, Dropshotten oder Grundangeln an. Weil sich der Zander jedoch nicht ausschließlich in Bodennähe aufhält, kann man ihn auch mit Spinnfischen angeln.
Als Köder sind Wobbler, Spinner, Blinker, Twister oder Gummifische möglich. Köderfische bieten sich natürlich auch an, diese sollten jedoch eher schlank sein und nicht hochrückig. Die Größe der Gummiköder sollte je nach Jahreszeit variieren. In den wärmeren Jahreszeiten sind kleinere Köder fängig (unter 15cm). Wenn es kalt wird, wird der Zander sparsamer mit seinen Kräften und schnappt eher nach größerer Beute; dann sollten die Gummis ruhig deutlich über 15cm groß sein. Bei Ködern ab 10cm erhöht ein Zusatzdrilling (auch Angsthaken oder Stinger genannt), vor dem Schwanz der Köders platziert, die Ausbeute. Der Lauerjäger schnappt nach seiner Beute von der Seite bzw. schräg hinten und ist dabei sehr mißtrauisch, also auch bereit seine Beute wieder ziehen zu lassen, wenn ihm etwas nicht passt. Ein Zusatzdrilling hilft gerade in solchen Momenten der Räuber trotzdem noch zu haken.
(Haben die Profis unter euch noch weitere Ideen für den Beitrag, dann schreibt mir einfach. So können wir gemeinsam an diesem "Lexikoneintrag" arbeiten.)

p, li { white-space: pre-wrap; }
[-] Folgende 1 Mitglied Gefällt mir Adam's Beitrag:
  • Schattenbarsch
  


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen:
1 Gast/Gäste