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[Info]  Die staatliche Fischereischeinprüfung
#1
Um einen rheinland-pfälzischen Fischereischein zu bekommen, um damit eine Angelerlaubnis erwerben zu können, muss zuvor eine staatliche Fischerprüfung mit vorhergehendem Lehrgang abgelegt haben.


Vereinfacht zusammengefasst bedeutet das...

→ ohne Vorbereitungslehrgang keine Fischerprüfung,
→ ohne bestandene Fischerprüfung keinen Fischereischein,
→ ohne gültigen Fischereischein keine Angelerlaubnis,
→ ohne Angelerlaubnis kein Angeln und keine Fische fangen!

Die Fischerprüfung in Rheinland-Pfalz besteht aus zwei Abschnitten:

1. Vorbereitungslehrgang durch ein Ausbildungsteam der Bezirksverbände des Landesfischereiverbandes Rheinland-Pfalz e.V. sowie des Anglerverband Eifel e.V. bzw. Bezirks-Fischerei-Verband Trier 1922 e.V. und dem Sportfischerverband Pfalz e.V.

2. staatliche Prüfung über die zuständigen Unteren Fischereibehörden (ansässig bei den Kreisverwaltungen der Landkreise und den kreisfreien Städten)

Der Vorbereitungslehrgang


Die Lehrgänge werden meist im Frühjahr sowie im Herbst von einem der autorisierten Ausbildungsteams der Fischereiverbände in Rheinland-Pfalz angeboten. Die Schulungslehrgänge verlaufen in der Regel über mehrere Wochen oder Wochenenden und finden in Schulungsräumen, Fischerheimen, Schulen usw. statt.
Während der gesamten Lehrgangsdauer – je nach Angebot als zeitliche Regel- oder Kompaktkurse, besteht nachgewiesene Anwesenheitspflicht. Der Vorbereitungslehrgang umfasst mindestens 35 Unterrichtstunden (in der Praxis um 40 Stunden) zu je 45-60 Minunten und umfasst 5 theoretische Sachgebiete:

1. Allgemeine Fischkunde
(insbesondere Aufbau des Fischkörpers, Bau und Funktion der Organe, Altersbestimmung, Unterscheidung der Geschlechter, Fischkrankheiten, Fischfeinde)

2. Spezielle Fischkunde
(insbesondere Unterscheidung der heimischen Fischarten und Fischfamilien)

3. Gewässerkunde
(insbesondere Gewässertypen, Fischregionen, Sauerstoff- und Temperaturverhältnisse, Fischhege, Besatzmaßnahmen, Pflege der Fischgewässer, Gewässerverunreinigung)

4. Gerätekunde
(insbesondere erlaubte und nicht erlaubte Fanggeräte, Fangmethoden, Behandlung gefangener Fische)

5. Gesetzeskunde
(Grundsätze der die Fischerei direkt und indirekt betreffenden Gesetze und Verordnungen)

Praktische Übungen
Zusätzlich werden der Gebrauch von Angelgeräten und das Behandeln von Fischen bzw. deren tierschutzgerechtes Betäuben und Töten vermittelt. Manche Lehrgänge führen auch zusätzlich ausführliche Praxiskurse zur technischen Umsetzung der Angelfischerei durch.

Die Prüfung


Die Anmeldung zur Prüfung muss der zuständigen Unteren Fischereibehörde mitsamt den erforderlichen Unterlagen spätestens 4 Wochen vor dem Prüfungstermin vorliegen und wird grundsätzlich von den Lehrgangsleitern gesammelt durchgeführt.

Die nicht öffentliche Fischerprüfung wird durch die zuständige Untere Fischereibehörde (Kreisverwaltung des Landkreises oder der kreisfreien Stadt) in dafür bereitgestellten Räumen bzw. Hallen durchgeführt. Die beiden jährlichen Prüfungstermine sind grundsätzlich der 1. Freitag im Juni und der 1. Freitag im Dezember.
Im schriftlichen Prüfungsverlauf werden innerhalb von max. 2 Stunden im Ankreuzverfahren 10 Fragen mit je 3 Antwortmöglichkeiten aus jedem der 5 Sachgebiete gestellt. Die Prü
  


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