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[Info]  Erklärung verschiedener Wobbler Typen
#1
Information 
Es gibt viele Arten von Wobbler-Typen in sämtlichen Farben, Formen und Größen.

Um den Durchblick bei den ganzen verschiedenen Arten an Wobblern nicht zu verlieren, stelle ich euch hier mal die unterschiedlichen Typen vor und sage euch, was diese ausmacht.


Crankbaits

Bei dickbauchigen Wobblern weiß man sofort man hat es mit Crankbaits zu tun. Die Tauchschaufel zeigt die Tiefe an, in welcher der Wobbler läuft. Tiefläufer zeichnen sich durch ihre große, beinah waagerechte Schaufel aus, Flachläufer dagegen durch ihre kleine Schaufel, die beinahe senkrecht vom Wobbler abstehen.

„To crank“ ist Englisch und bedeutet übersetzt „kurbeln“. Dem entsprechend werden Crankbaits nach dem Auswerfen einfach nur eingekurbelt, ohne dass man ihnen mit der Rute besondere Reize verleihen muss. Das macht die bauchigen Köder, die je nach Tauchschaufel mal flacher, mal tiefer laufen, universell einsetzbar. Crankbait Tiefläufer laufen bis über sieben Meter tief. Flachlaufende Modelle schwimmen dagegen manchmal direkt unter der Oberfläche. Wenn Crankbaits auch noch mit Rasseln im Körper ausgestattet sind, werden diese Wake Baits bezeichnet, also als Wachmacher für die Räuber. Ein Nachteil von Crankbaits ist: In Flüssen mit starkem Strömungsdruck können die Wobbler durch ihre bauchige Form ihre Balance verlieren.

   


Twitchbait

Twitchbaits sind schlanke Wobbler, in Form einer Elritze oder Laube. Sie werden durch Zupfer der Rute in die Schnur zum Leben erweckt. Der Namen kommt vom Englischen „to twitch“ und bedeutet soviel wie „Zupfen”. Beim Zupfen mit der Rute brechen die Wobbler rechts und links zu den Seiten aus und lassen dabei ihre Flanken aufblitzen. Man sollte daher nach ein bis zwei Rutenbewegungen eine kurze Einholpause einlegen, oft kommen genau dann die Bisse. Twitchbaits gibt es als schwimmende, schwebende (suspending) und sinkende Variante.

   


Jerkbaits

Jerkbaits haben keine Tauchschaufel und werden mit harten Schlägen über die Rute zum Leben erweckt.

Neben Wobblern mit Tauchschaufel gibt es noch welche die ohne Tauchschaufel daherkommen. Zu diesen gehören die sogenannten Jerkbaits. Diese Wobbler werden über starke Schläge mit der Rutenspitze geführt. Je abwechslungsreicher der Lauf des Jerkbaits, desto fängiger ist er. Bei Jerkbaits unterscheidet man zwischen zwei Varianten: „Glidern“ (Jerkbait, der horizontal in einer Tiefe von links nach rechts ausschlägt) und „Divern” (Jerkbait, der sich auf und ab bewegt). Die Schläge beim Jerken fallen dabei deutlich stärker aus als die Zupfer bei Twitchbaits. Bei Jerkbaits gibt es zwei Variationen vom Lauf her, einmal Walk the Dog von links nach rechts und das Sägezahn Muster wo der Köder beim Schlagen nach unten abtaucht und dann aufsteigt. Es gibt außerdem schwimmende und sinkende Modelle.

   


Lipless Crank

Bei den Lipless Crank-Wobblern handelt es sich um Modelle, die keine Tauchschaufel besitzen  und die Öse zum Befestigen der Schnur nicht wie üblich im Maulbereich sondern auf dem Rücken haben. Diese Köder besitzen starke Rasseln im Wobbler-Körper, weswegen sie auch unter dem Namen „Rasselwobbler“ bekannt sind. Viele dieser Wobbler sind recht schwer, wodurch sie sich sehr gut werfen lassen. Lipless Cranks werden einfach durchs Mittelwasser eingekurbelt, lassen sich aber auch vertikal vom Boot unter Heben und Senken führen.

   


Stickbait

Stickbaits laufen auf oder kurz unter der Wasseroberfläche. Der klassische Zielfisch der Stickbaits ist der Rapfen.

„Stick“ heißt Stock – und genauso sehen die Stickbaits aus. Die Stickbaits werden ähnlich wie Twitchbaits mit der Rutenspitze an der Oberfläche oder direkt darunter geführt, wobei die Köder in einem Zickzack-Lauf auch "Walk-the-Dog" genannt zu den Seiten gleiten. Die wichtigsten Zielfische für Stickbaits sind bei uns Hecht und Rapfen, weil sie auch in Oberflächennähe rauben, aber auch raubende Barsche sind von den Stickbaits in der richtigen Größe angetan. Stickbaits neigen oft zu Fehlbissen da der Angler auch vor lauter Aufregung zu schnell anschlägt wenn der Fisch aus dem Wasser kommt oder sich die Fische einfach verschätzt haben. Setzt den Anschlag beim Stickbait erst, wenn ihr das Gewicht des Fisches in der Rute spürt, nicht wenn man sieht, wie der Fisch sein Maul aufreißt.

   


Popper

Popper erkennt man leicht an ihrer eingekerbten Schnauze. Diese Art Köder läuft direkt auf der Wasseroberfläche mit Wellen und Ploppgeräuschen, wodurch die Räuber aufmerksam werden.

Die Sonderform unter den Wobblern ist der Popper. Er besitzt eine eingekerbte Schnauze. Mit dieser wird Wasser verdrängt, wenn man den Köder mit einem Schlag der Rutenspitze beschleunigt. Dabei entsteht das typische ploppende Geräusch. Daher sein Name: „to pop” (knallen). Popper führt man am besten durch leichtes Schlagen mit der Rutenspitze, aber auch einfaches schnelles Einkurbeln ist für Rapfen gut. Einholpausen sollte man bei Poppern nicht machen. Vielmehr sollte man den Popper beschleunigen, wenn man einen Räuber sieht, der den Köder verfolgt. Beim Anhieb gilt das gleiche wie bei Stickbaits erst anschlagen wenn man den Fisch spürt.

   


Swimbait

Bei Swimbaits sind äußerst naturgetreue Wobbler die Beutefische imitieren und sich bei gleichmäßigem Einholen mit dezenten Bewegungen durchs Wasser schlängeln. Swimbaits sind meistens mehrteilig, dabei gibt es Modelle, die eine Tauchschaufel besitzen, aber auch Versionen, die ohne Schaufel ausgestattet sind.

   


Searchbait/Spybait

Ein Spybait zeichnet sich durch die Propeller am Kopf und am Schwanz aus.

Ein Spybait ist wie ein sinkender Twitchbait geformt. Allerdings sind diese Wobbler mit zusätzlichen Propeller ausgestattet welche sich vorne am Kopf und hinten am Schwanz befinden. Durch die Rotation der Propeller werden die Fische aufmerksam und reizen die Räuber zum Biss. Die Searchbait werden ebenfalls einfach eingekurbelt. Nach dem Wurf oder in Einholpausen lässt man den Searchbait auf die gewünschte Tiefe absinken, dabei sinken Spybaits horizontal unter einem leichtem Hin- und Herflanken des Körpers ab.

   
  


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