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[News]  Warum alle Bremer in der Weser angeln dürfen
#1
Ganz ohne Angelprüfung fischen? In Bremen geht das. Dafür sorgt das Stockangelrecht, ein altes Privileg der Bremer. Doch es gilt nicht überall oder für jeden.

[Bild: imago1574~_v-800x450_c-1509550489713.jpg]

Frischer Fisch aus der Weser gefällig? Wer in Bremen lebt, volljährig ist und ausschließlich zwei Angelrouten einsetzt, darf sich an den Flussbewohnern bedienen. Das ist Inhalt des Bremer Stockangelrechts. Laut Peter Koch-Bodes vom Bremer Fischeramt geht es auf ein Privileg Kaiser Karl V. zurück. Er gestattete 1541 dem Bürgermeister und Rat der Stadt Bremen, die Fischerei auf einem bestimmten Abschnitt der Weser bis in "die salzige See" frei auszuüben.

Angler kommen aus ganz Deutschland nach Bremen
Natürlich profitierten davon damals viele Berufsfischer, die es heute in dieser Zahl nicht mehr gibt. Aber auch der kleine Mann wurde nicht vergessen: "Der echte Bremer Bürger durfte für den Eigenbedarf fischen", sagt Koch-Bodes. Das gilt – in etwas weniger strenger Form – bis heute. Da gilt schon als "echter" Bremer, wer seinen Hauptwohnsitz in der Hansestadt hat.

So bekommt man den Stockangelschein

Wer einen Stockangelschein beantragen will, muss seinen Hauptwohnsitz in Bremen haben, mindestens 18 Jahre alt sein oder eine Fischereiprüfung nach § 35 Abs. 1 Bremisches Fischereigesetz vorweisen und höchstens zwei Stockangeln einsetzen wollen. Der Antrag kann bei den Bürger-Service-Centern gestellt werden. Der Schein ist unbefristet gültig. Weitere Informationen gibt es hier.
Lohnen kann sich das Angeln in der Weser auf jeden Fall. Zwar ist der Fluss traditionell eine viel befahrene Wasserstraße, genießbare Speisefische gibt es dennoch, und zwar nicht zu knapp.

Wir haben einen sehr guten Zanderbestand, auch Brassen, Welse, Stinte. Die Angler kommen aus ganz Deutschland, um hier zu fischen.

Peter Koch-Bodes, Fischeramt Bremen Fischen nur in bestimmten Gebieten erlaubt
So einfach es sein mag, einen Stockangelschein in Bremen zu beantragen, so wenig erspart einem das allerdings die klassischen Angelkenntnisse. Denn: Einfach an beliebiger Stelle die Rute in irgendeinen Fluss halten und mitnehmen, was anbeißt, ist so nicht erlaubt.

Wer angeln will, muss sich genau mit den gesetzlichen Grundlagen beschäftigen. Mit dem Stockangelschein darf grundsätzlich hier gefischt werden:

in der Weser innerhalb der bremischen Landesgrenze
in der Kleinen Weser
in der Lesum flußaufwärts bis zur Burger Straßenbrücke
in dem tideabhängigem Teil der Geeste
Schonzeiten der Fische beachten
Der Angler muss allerdings Schonzeiten beachten und darf nicht in bestimmten Gebieten angeln, etwa dort, wo er die Schifffahrt gefährden kann oder in Naturschutzgebieten. "Angeln darf man so nur vom Ufer aus, nicht von Booten", ergänzt Koch-Bodes.

Ganz so einfach, wie es sich anhört, ist das Fischen in Bremen also doch nicht. Wer es ernsthaft vorhat, sollte sich ausreichend über die gesetzlichen Regelungen informieren, unter anderem im Bremischen Fischereigesetz.


Quelle: https://www.butenunbinnen.de/nachrichten...en100.html
  


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