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[News]  Wels gefangen und wieder zurückgeworfen: Angler muss 200 Euro Strafe zahlen
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Ein Mann aus dem Kreis Greiz muss 200 Euro Strafe zahlen, weil er im Juni 2016 einen großen Wels fing und dann wieder zurück ins Wasser zurückgeworfen hatte. Angezeigt hatte ihn die Tierrechtsorganisation Peta.

 Pölzig. Die Geraer Staatsanwaltschaft hatte die Geldauflage verhängt. Ein Verfahren vor Gericht gibt es damit nicht. Auch ist der Mann damit nicht vorbestraft. Doch es sei ein Vergehen gegen den Tierschutz, Fische ohne weiteren nachvollziehbaren Grund nur als Trophäe zu angeln und dann wieder ins Wasser zurückzuwerfen, erklärte Martin Zschächner, Sprecher der Staatsanwaltschaft Gera. Damit würden dem Tier unnötig Stress und Verletzungen zugefügt.

So hatte auch Peta argumentiert: Dieses so genannte „Catch & Release“ - englisch für Angeln und wieder ins Wasser zurücksetzen - sei ein Verstoß gegen Paragraf 17 Absatz 2b des Tierschutzgesetzes. Demnach dürfen einem Wirbeltier keine länger anhaltenden Schmerzen zugefügt werden. Peta spricht sich generell für ein Verbot des Angelns aus.

Der Mann, der einen 30 Kilo schweren und 148 Zentimeter Wels gefangen und zurückgeworfen hatte, hatte sich irritiert von der Anzeige gezeigt, von der er durch ein Telefonat mit dieser Zeitung erfuhr. „Ich habe gelernt, dass man nur den Fisch mitnehmen soll, den man auch verwenden kann“, sagte er. Er ist sich sicher, dass ein Fisch das Fangen und Zurücksetzen überlebe. „Wenn ich einen Fisch in der Schonzeit fange, setzte ich ihn doch auch wieder aus.“

Die Geldstrafe habe der Mann inzwischen bezahlt, die Auflage damit akzeptiert, heißt es weiter bei der Staatsanwaltschaft. Die Geldstrafe wurde schon Ende Oktober festgelegt.

Gegen zwei weitere Angler wurde das Verfahren mangels Beweisen eingestellt. Ihnen war eine derartige Tat nicht nachzuweisen, hieß es bei der Staatsanwaltschaft.

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